Waldluftbaden - Verbundenheit spüren


WUNDERbares, das wirkt
Am Feuerberg sprechen wir gerne von den Wundern, die uns dieser besondere Ort schenkt. Dazu zählen die drei Geschenke: Weite, Wald und Höhe. Diese Kombination ist einzigartig und wirkt sich auf eine besondere Weise auf unser Wohlbefinden aus.
Der Wald
Eines der Geschenke des Feuerbergs ist der umliegende Wald. Seit Studien aus den 1980er Jahren wissen wir von der gesundheitsfördernden Wirkung des Waldes. Die Wälder rund um das Mountain Resort Feuerberg wirken wie eine Immunisierungs-, Entspannungs- und Kraftquelle auf uns Menschen.
Der Wald reinigt nicht nur die Luft, sondern auch unser Inneres. Die Vielzahl an Mikroorganismen und flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs), die im Wald vorkommen, stärken unser Immunsystem, fördern die Gehirnfunktion und verbessern unsere Stimmung. Besonders beeindruckend ist die Wirkung des Waldes auf unseren Schlaf.
Gesundheitliche Vorteile des Waldes
Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Aufenthalte im Wald weitreichende positive Effekte auf unsere Gesundheit haben.
Ein Aufenthalt im Wald senkt nachweislich den Blutdruck, die Herzfrequenz und den Cortisolspiegel, was zu einer allgemeinen Stärkung des Immunsystems führt
Zusätzlich erhöhen sich die Aktivität natürlicher Killerzellen im Blut sowie die Produktion von Proteinen, die im Kampf gegen Krebszellen und Infektionen eine Rolle spielen. Der Wald wirkt zudem entzündungshemmend, reduziert den Blutzuckerspiegel und hilft bei der Bewältigung von Depressionen, Angstzuständen und Erschöpfung.
Die positive Wirkung des Waldes auf das Gehirn fördert nicht nur Mitgefühl und emotionale Bindung, sondern verbessert auch die kognitive Leistung und die allgemeine Stimmung.
Kurz gesagt, der Wald ist eine wahre Gesundheitsquelle, die Körper und Geist auf natürliche Weise stärkt. Wir können hier jetzt weitere Studien anführen und über die Wirkungsfelder des Waldes erzählen. Aber am Ende kommt es auch immer darauf an, welches Gefühl in uns ausgelöst wird. Dafür möchten wir Auszüge aus “Naturmomente für Deine Seele“ von Sabine Strassmair sprechen lassen.



Waldbaden - Sabine Strassmair
Ich suche mir einen Platz im Wald. Vielleicht spricht mich ein Baum, eine Baumgruppe oder eine Lichtung besonders an. Ich folge meiner Intuition, meinem Bauchgefühl. Ruhig sehe ich mich an dem von mir gewählten Platz um. Gibt es viele Bäume oder wenige?
Ich folge jetzt meiner Intuition, und suche einen Baum für diese Übungen aus. Vielleicht fällt mir jetzt einer besonders ins Auge?
Ich setze mich zu „meinem“ Baum und lehne mich an seinen Stamm. Wie fühlt er sich an?
Ich berühre mit den Händen die Rinde. Ist sie glatt oder borkig, ist sie heil oder kann ich irgendwo Harz oder eine Verletzung erkennen?

Ich schaue nach oben, um zu sehen wie mein Baum aus dieser Perspektive aussieht. Ist seine Krone dicht oder luftig? Sehe ich den Himmel durch die Äste durchscheinen? Hat der Baum Nadeln oder Blätter?
Nun schließe ich die Augen. Ich spüre den Wald um mich herum und nehme ihn mit all meinen Sinnen wahr. Wie fühlt sich der Boden unter meinen Füßen an? Ist er hart oder weich? Spüre ich Äste, Moos oder Steine?
Wie riecht der Wald? Wie würde ich diesen Duft beschreiben? Was höre ich? Den Gesang von Vögeln, den Wind in den Baumkronen, Summen von Insekten?
Ich stell mir vor, ich wäre dieser Baum. Meine Füße sind fest mit der Erde verwurzelt und beziehen Energie und Nährstoffe von ihr. Ich bin fest verbunden mit den Kreisläufen der Natur.
Ich bin verbunden mit dem Himmel und nimm das Licht der Sonne in mich auf. Ich atme das Licht ein und lass beim Ausatmen alle Spannung los, gebe alles, was mich belastet, dankbar über meine imaginären Wurzeln an die Erde ab, die es gerne für mich verwandelt.
Beim Einatmen nehme ich die Energie von Mutter Erde ganz bewusst in mich auf und nähre damit jeder meiner Zellen im ganzen Körper. Dann lass ich im Ausatmen wieder los und atme erst wieder ein, wenn der Impuls ganz natürlich dazu kommt. Der Schwerpunkt liegt im Loslassen und in der Verbundenheit mit der Natur. Ich verankere diese Empfindung tief in mir und kann sie jederzeit und überall wieder in mir abrufen.
Als Abschluss meiner Übung bedanke ich mich bei dem Baum für seine Unterstützung.
In der warmen Jahreszeit kann ich auch meine Schuhe und Socken ausziehen, barfuß ein paar Schritte über den Waldboden wandern und bewusst die Elektronen aus der Erde über meine Fußsohlen aufnehmen.
Auszüge aus “Naturmomente für Deine Seele“ von Sabine Strassmair

Waldschlafen: Ein einzigartiges Erlebnis
Am Feuerberg bieten wir ein besonderes Outdoor-Erlebnis: das Waldschlafen. In Hängezelten, schwebend über dem Waldboden, lauschen Sie den Klängen der Natur und lassen sich von den ersten Sonnenstrahlen wecken. Diese Erfahrung ist nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Möglichkeit, Ihre Gesundheit zu fördern.
Wird mir die Dunkelheit Angst machen? Wie kalt wird es sein? Diese Fragen stellen sich viele Gäste vor ihrer ersten Nacht im Wald. Doch die einzigartige mystische Stimmung, die Sie im Wald erleben, lässt alle Bedenken verschwinden. Die völlige Stille, die Sie umgibt.
Bereits 20 bis 30 Minuten im Wald haben eine heilende Wirkung auf unseren Organismus. Schlafen im Wald intensiviert diese Wirkung noch weiter. Die Verbindung mit der Natur, die Sie in dieser Nacht spüren, wird Sie noch lange begleiten.
In einer schönen August-Nacht haben Gäst:innen ihren Aufenthalt, bei ausgebuchten Haus spontan im Waldschlafzimmer verlängert. Eine außergewöhnliche Alternative die in Erinnerung bleibt. Das Waldschlafzimmer ist auch kombinierbar mit Day Spa.

Erfahrungsbericht unserer ersten Waldschlaf-Gäst:innen
Ein kurzes Probeliegen im Hängemattenzelt, ein Test des Magnetlichts, ein paar Minuten „sich einfühlen“ – und wir waren vorbereitet für unsere erste Nacht im Wald.
Am Abend wurde ich ein wenig aufgeregt, denn ich hatte noch nie zuvor im Freien übernachtet. Was würden wir im Wald sehen oder hören? Wie kalt würde es sein? Würde mir die Dunkelheit Angst machen?
Auf dem Weg hinunter zum Pfad der Philosophen sprangen meine Gedanken hin und her: Soll ich tatsächlich im Wald schlafen? Ich habe dort kein Badezimmer, keine Wasserleitung, und überhaupt – wir haben doch so ein schönes Zimmer auf dem Feuerberg! Die kleinen Saboteure auf meiner Schulter versuchten, mich abzubringen: Es wird unbequem sein, du hast im Zimmer alles und im Wald nichts, warum machst du das? Der mutige Geist auf meiner anderen Schulter redete mir gut zu: Du kennst und liebst doch den Wald, warum sollte das in der Nacht anders sein? Ganz Teil der Natur zu sein und den Wald erwachen zu sehen – wie einzigartig ist das denn?
Mein Mann und ich haben eine Übereinkunft: Einmal pro Jahr machen wir etwas, das außerhalb unserer Komfortzone liegt. Für mich war es dieses Jahr eindeutig die Übernachtung im Wald! So gingen wir in der Abenddämmerung zielstrebig auf unsere Waldlichtung zu. Bei Rilke links abgebogen, beim umgestürzten Baumstamm noch einmal nach links – hier war unser Schlafplatz!
Es hatte geregnet, und die Nebelschwaden zogen durch den Wald. Der Anblick war mystisch. Ich war vorfreudig und ein wenig ängstlich zugleich. Gleich ab ins „Bett“, den Reißverschluss zugemacht und gute Nacht! Die Stille ist beeindruckend, man hört kein einziges Geräusch – nur ab und zu durchbricht ein Flugzeug die absolute Stille. Ob Tiere vorbeikommen?
Die Nacht im Hängemattenzelt war für mich nicht besonders bequem, aber dafür einzigartig interessant. Immer wieder blickte ich aus dem Zelt – sehe ich vielleicht ein Tier? Leider haben sich keine Tiere in unsere Nähe getraut, unser menschlicher Geruch hat sie wohl vertrieben. Wird es schon hell? Die ersten Insekten begannen, um das Zelt zu fliegen; es summte und brummte. Gegen 5:00 Uhr wurde es hell, ein Vogel begann zu zwitschern, ein zweiter stimmte in den Gesang ein. Um 5:20 Uhr war unsere Waldnacht zu Ende. Es war hell, und wir gingen, voller Eindrücke und mit Müdigkeit in den Knochen, zurück in unser Hotelzimmer. Zurück im Zimmer erschien mir unser Bett unglaublich luxuriös – es fühlte sich an wie in einem Schloss! Dankbar kuschelte ich mich in die Kissen. Es war noch ein wenig Zeit, um bis zum Frühstück zu schlafen…
Dorrit Heftberger, 17.07.2024